top of page
IMG_1042_edited.jpg

Nadine

Scherzkeks, 167cm, geb. 1979

Schon als kleiner Zwerg saß ich im Sattel – dank meines Papas, der selbst leidenschaftlicher Reiter war und mich früh mit dem Pferdevirus infiziert hat. Seitdem hat mich die Begeisterung nie mehr losgelassen. Dass ich eines Tages einen eigenen kleinen Ponyhof führen und geführte Wanderritte anbieten würde, hätte ich mir damals allerdings nie erträumt.

Sechs Pferde und ein Hof bedeuten jede Menge Arbeit, Zeit und Hingabe. Der Betrieb besteht nicht nur aus Stallarbeit, Fellpflege und glücklichen Pferden, sondern auch aus viel Organisation: Anfragen beantworten, Buchungen koordinieren, Termine planen und die Online-Präsenz pflegen – der Ponyhof hat mittlerweile auch WLAN.

Meinem ursprünglichen Beruf gehe ich nicht mehr in Vollzeit nach. Für ein bisschen sicheres „Spielgeld“ und als schöne Abwechslung zwischen Heu und Hufkratzern arbeite ich zusätzlich ein paar Stunden als Fahrlehrerin.

Manchmal ist es anstrengend, aber genau diese Mischung macht es für mich perfekt: Pferde, Menschen, draußen sein, organisieren, erklären und begleiten – all das ergänzt sich wunderbar und erfüllt mich jeden Tag aufs Neue.

BLYI1733.JPG

Nala

Mix, 161cm,

geb. 2016, Deutschland

Sie ist die unangefochtene Chefin im Stall: streng, aber immer fair. Alleine ihre Erscheinung reicht – und jeder weiß, was Sache ist.
Eine Ausnahme gibt’s natürlich: ihr liebster Brownie. Er genießt quasi Narrenfreiheit. 

Nala stammt aus der Nähe von Erfurt und hatte dort bei Nicki eine entspannte und schöne Kindheit, bevor sie 2021 zu uns kam.
Mit einer Paint-Horse-Mama und einem Schwarzwälder-Kaltblut-Papa vereint sie das Beste aus zwei Welten: fleißig, zuverlässig und mit ordentlich Präsenz.

Bei Ausritten ist man mit ihr oft „alleine unterwegs“ – denn außer Brownie duldet sie meist niemanden neben oder hinter sich.
Kühe? Findet sie übrigens gar nicht lustig. Sie werden mit skeptischen Augen verfolgt, um im Notfall startklar zu sein.

Screenshot 2023-06-13 at 22-27-44 Nadine

Guapo

Curzado, 147cm,

geb. 2018, Spanien

Guapo kam über einen Händler aus Spanien nach Deutschland. Unter falschen Tatsachen, ging ich ihn mir anschauen. Als ich ihn sah, war ich erschüttert: angeblich sechs Jahre alt, doch er wirkte wie ein altes Schlachtpferd. Dünn, verängstigt, ohne Muskeln und völlig verunsichert.

Eigentlich suchte ich ein Pferd für meinen Reitbetrieb. Das war mit ihm natürlich unmöglich.

Eigentlich suchte ich ein Pferd für meinen Reitbetrieb – das war mit ihm zu dieser Zeit unmöglich. Aber klar war: Entweder geht er zurück nach Spanien oder endet beim Schlachter. Also beschloss ich, „der Dumme“ zu sein.

Der Plan: aufpäppeln, mit ihm arbeiten und ein gutes Zuhause finden.

Wochenlang brauchte es Geduld, bis er Vertrauen fasste und sich anfassen ließ, ohne zusammen zu zucken. Mit Futter, Fürsorge und klaren Grenzen kämpfte er sich Schritt für Schritt zurück. 80 kg mehr, viel Bodenarbeit und schließlich der erste Ritt – Neuanfang bei null. Man merkt, dass er einst gut ausgebildet war. Was danach geschah, bleibt ungewiss.

Trotz Narben, gebrochenem Nasenbein (sein liebevoller Spitzname "Kapitän Krummnase"), und großer Unsicherheit ist er heute ein freundliches, mutiges Pferd. Er liebt die Nähe von Menschen, ist neugierig, furchtlos und immer für Schabernack zu haben.

DUAA1342_edited.jpg

Brownie

Vollblutaraber, 147cm,

geb. 2005, Polen

Eigentlich ist sein richtiger Name "Pelion", aber seit jeher, war er "Brownie" für uns. Er ist seit 2007 an meiner Seite – und damit weit mehr als nur ein Pferd. Wir sind zusammen durch Höhen und Tiefen gegangen, haben unzählige Kilometer gesammelt und dabei eine stille, tiefe Vertrautheit aufgebaut. Er ist gutmütig, klug und auf seine ganz eigene Art unwiderstehlich liebenswert. Ein Kuschelpferd war er nie – dafür braucht es schon etwas Besonderes. Diese besondere Rolle gehört eindeutig Königin Nala, an deren Seite er, ganz wie mein Mann sagt, als treuer Hofnarr durchs Leben geht. Und auch wenn Brownie inzwischen ein sehr reifes Alter erreicht hat, lässt er sich Spielereien mit Yuma und Guapo keineswegs nehmen.

MDYT8677_edited.jpg

Rusty

Irisches Vollblut, 155cm,

geb. 2010, Irland

Sein voller Name ist: Cloinginn Rusty. 

Rusty war in früheren Jahren in Irland auf der Trabrennbahn unterwegs, bis ihn eine Tierschutzorganisation dort rausholte. Über ein paar Umwege kam er schließlich 2021 zu uns.

Er ist vielleicht nicht die hellste Kerze auf der Torte – dafür aber eine der treuesten Seelen überhaupt. Tapfer, fleißig und immer bemüht, es dem Menschen recht zu machen… wenn man ihn ordentlich behandelt und versteht.
Druck und zu viel Rumgehampel mag er nämlich gar nicht: Dann wird mit dem Kopf geschlagen und mit den Zähnen geknirscht. Seinen Stress macht er mit sich aus, dadurch fällt es dem Reiter vielleicht nicht auf. Darum muss man aufmerksam und gefühlvoll sein. Freiheit, Ruhe und Verständnis sind sein Schlüssel zum Glück.

Wir haben einen langen, aber nie gefährlichen oder anstrengenden Weg hinter uns. Das Wichtigste war, ihn zu lesen, seine Schrullen zu entdecken – und sie zu respektieren. Und Ruhe: wir haben am Anfang viele Wochen einfach nur das Stillstehen geübt. Stille ohne Anspruch an ihn. Damit konnte er zu Beginn überhaupt nicht umgehen.
In der Herde ist Rusty der Rangniedrigste, im Herzen dafür ganz weit vorne.

PZNB1207_edited.jpg

Bridie

Irish Tinker, 147cm,

2008, Irland

Bridie Donoghue, aber nur Bridie genannt (oder Elke, aber das sagt nur mein Mann – der Böse), stammt aus Irland und lebt seit 2014 bei uns in Deutschland. Sie war schon immer eine gute Seele – allerdings eine sehr schlaue. Wenn mal bei der nächtlichen Kontrolle ein Pferd fehlt, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit Bridie. Wie sie es schafft, Stall oder Weide zu verlassen, bleibt meist ihr Geheimnis, erstaunlich oft ohne irgendetwas zu zerstören. Haarig wie ein Mammut, kräftig wie ein Elefant und trotzdem grazil wie eine Elfe (wohl eher Zwölfe), schafft sie es zwischen oder über die Litzen zu schweben. Inzwischen für einen Tinker fast schon Seniorin, eher gemütlich unterwegs, mit starkem Willen und dem Bedürfnis nach klaren Ansagen beim Reiten. Wir sind uns sicher - irgendwann wird sie gemeinsam mit Yuma die Weltherrschaft übernehmen.

IMG_E8777_edited.jpg

Yuma

Paint-Horse, 158cm,

geb. 2019, Deutschland

Catstones Yuma Olena aka Yumipumi. Geboren in Deutschland – und von der ersten Minute an untrennbar mit Bridie verbunden. Die zwei sind ein Duo, das man nur im Doppelpack denken kann & oft gemeinsame Ausbrüche plant. Dank Yuma brauchen wir ein Schloss an der Tür, denn er öffnet das Paneltor innerhalb von Sekunden.

Yumas Kindheit war stellenweise nicht einfach - nicht für ihn und seine Menschen - darum wurde er wahrscheinlich auch abgegeben. Mit ihm klarzukommen ist eine echte Aufgabe. Er ist eine explosive Mischung aus Intelligenz, Selbstbewusstsein, geballter Kraft – und jeder Menge Schabernack im Kopf.

Als Jungpferd kam er auf einen Gnadenhof. Dort begegnete ich ihm 2022 zum ersten Mal. Er blinzelte frech über die Mauer – und da war es schon um mich geschehen.
Ich dachte, ich wüsste, worauf ich mich einlasse … aber eigentlich wusste ich es nicht. Das Wichtigste dessen es bei ihm bedarf: Ausdauer und Konsequenz.

Yuma ist der Widerspruch in Pferdeform: unerschrocken und doch schreckhaft, faul und trotzdem fleißig, einfach und gleichzeitig hochkompliziert. Man denkt, er ist ein Sturkopf (ist er auch), aber eigentlich ist er hochsensibel.
Wir haben viele Diskussionen geführt – und tun es immer noch.
Man kann ihn nur lieben oder hassen.
Ich habe mich fürs Lieben entschieden und bin gespannt, wohin sein Weg uns noch führt.

bottom of page